Kaninchenzuchtverein R114
  Ernährungsempfehlung
 
Ernährungsempfehlung

In freier Natur fressen Kaninchen Gräser, Kräuter und Blätter. Dieses Futter ist rohfaser- und zellulosereich, was auf Grund des Verdauungskanals von Kaninchen besonders wichtig ist. Sie haben einen sogenannten Stopfmagen, was bedeutet, dass der Weitertransport des Mageninhaltes nur durch erneute Futteraufnahme möglich ist. Durch das voluminöse rohfaserreiche Futter ist dies gewährleistet. Das ist auch der Grund, weswegen Sie Ihr Kaninchen nie hungern lassen sollten. (auch nicht vor Operationen!)

 
Nahrungsempfehlung für Kaninchen:

Ihr Kaninchen sollte etwa drei Mal am Tag Futter bekommen. Dabei sollten Sie die Menge des Futters auf die Größe und die Bewegungsmenge Ihres Kaninchens abstimmen. 

morgens:
 Trockenfutter mit wenig Getreide (max. 1 Eßlöffel pro Tier)
 frisches Heu
 frisches Wasser

mittags:
 Grünfutter (Trocken und Handwarm!)
 evtl. Heu 
 evtl. Wasser

abends:
 frisches Heu
Nahrungsempfehlung für junge Kaninchen:

Für Jungkaninchen gibt es im Zoofachhandel extra Trockenfutter. Es ist reich an Vitaminen und Aufbaustoffen, die ein junges Kaninchen zum wachsen braucht. Evtl. sollten Sie das Jungkaninchen und ausgewachsene Kaninchen beim Fressen trennen. 

morgens:
 Trockenfutter mit wenig Getreide (max. 1 Eßlöffel pro Tier)
 frisches Heu
 frisches Wasser

mittags:
 Grünfutter (Trocken und Handwarm! - gewöhnen Sie das Kaninchen erst daran)
 evtl. Heu 
 evtl. Wasser

abends:
 frisches Heu
Nahrungsempfehlung für trächtige Kaninchen:

Ebenfalls für trächtige Kaninchen gibt es spezielles Futter in der Zoohandlung. Sie benötigen anderes, nährstoffreicheres Futter als nicht trächtige Kaninchen. 

morgens:
 Trockenfutter mit wenig Getreide (max. 1 Eßlöffel pro Tier)
 frisches Heu
 frisches Wasser

mittags:
 Grünfutter (Trocken und Handwarm!)
 evtl. Heu 
 evtl. Wasser

abends:
 frisches Heu
 Trockenfutter
Nahrungsempfehlung für kranke Kaninchen:

Hat Ihr Kaninchen Durchfall oder Blähungen, sollte es anders gefüttert werden, als ein gesundes Kaninchen. Wichtig ist, dass Sie ihm kein Grünfutter geben, es aber reichlich Heu zur Verfügung hat.
Oft kann man die Genesung mit verdünntem Tee unterstützen.

morgens:
 Trockenfutter mit wenig Getreide (max. 1 Eßlöffel pro Tier)
 frisches Heu
 frischer verdünnter Tee (Fencheltee oder Kamillentee - abgekühlt!)

mittags:
 Kein Grünfutter!
 Heu 
 evtl. Wasser

abends:
 frisches Heu
Allgemein:

Als Grünfutter können Sie Ihrem Kaninchen Gurke, Salat, Löwenzahn, Gras, Fenchel, Klee, Petersilie, Tomate, Apfel, Banane, Birne, Weintrauben, Karotten und ähnliches füttern. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kaninchen erst langsam an das Grünfutter gewöhnen. Steigern Sie die Menge von Tag zu Tag. Ebenfalls benötigt Ihr Kaninchen ab und zu etwas für die Abnutzung der Zähne.

Auch von Nutzen ist es, wenn Sie Ihrem Kaninchen ab und zu einen Salz- oder Kalkleckstein in den Käfig hängen und in das Wasser Vitamintropfen geben (erhältlich im Zoofachhandel).
 

 
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